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Sonntag, den 10. September 2006 um 12:28 Uhr

Landrat Friedel Heuwinkel zu Gast beim CDU-Gemeindeverband

Zahlreiche Besucher folgten seinen Ausführungen

Am 5. September hatte der CDU-Gemeindeverband "hohen Besuch". Landrat Friedel Heuwinkel informierte über aktuelle Themen lippischer Politik.
Seine Ausführungen waren sehr informativ und brachten den Zuhörern Kommunalpolitik nahe.

Landrat Heuwinkel dankte eingangs für die gute Zusammenarbeit und die Unterstützung seiner Anliegen auf Kreisebene. In der guten Zusammenarbeit mit den Grünen in Lippe sei es gelungen, die Probleme wieder gestaltend zu lösen. Dagegen sei die SPD immer noch nicht in ihrer Oppositionsrolle angekommen, vielmehr handele sie immer noch so, als sei sie Mehrheitsfraktion - allerdings ohne Macht. Vielen SPD-Politikern sei es offensichtlich wichtiger, ihre Partei in der Öffentlichkeit darzustellen als realitätsnahe und lösungsbezogene Politik zu machen.
Mit dem beschlossenen "Masterplan" habe die CDU einen hervorragendenen Fahrplan für die nächsten Jahre erarbeitet. Und ganz oben auf der Agenda stünden die Bemühungen um das Programm "Jugend braucht Zukunft".
Es gehe darum, möglichst viele Schulabgänger wieder ausbildungsfähig zu machen. Dankbar stellte Heuwinkel fest, dass es hier auch sehr gute koordinierte Anstrengungen von Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer und Berufskolleg gäbe.

70% der Haushaltsmittel des Kreises Lippe werden für Soziales ausgegeben

Zwischenzeitlich gebe man in Lippe 70% der Haushaltsmittel für Soziales aus, so der Landrat. Deshalb sei es unverzichtbar, die Anstrengungen, Menschen wieder in Arbeit zu bekommen, fortzusetzen. Deshalb müsse die Kooperation auf allen Ebenen weiter verbesseret werden, insbesondere zwischen "Lippe pro Arbeit" und der Agentur für Arbeit.
Die Kreisverwaltung mache da ihre Aufgaben. Beispiele nannte Landrat Heuwinkel reichlich:
So gebe es nun den sog. BUS -Bürger- und Unternehmer-Service- des Kreises. Ziel sei es, Anliegen und Anträge von Bürgern und Firmen innerhalb festgelegter Fristen abzuarbeiten. Der Antragsteller selber solle nur noch einen Ansprechpartner haben und der sei für die Koordination ingesamt zuständig.
Im Bereich des Gesundheitswesens habe der Kreis Lippe auch seine Hausaufgaben gemacht - und das gegen den Widerstand vieler Betroffener. Zwischenzeitlich sei das Gesundheitszentrum Bad Salzuflen im ehemaligen Krankenhaus eingerichtet und zu einem attraktiven Dienstleister geworden. Chefärzte operierten dort ambulant, das DRK habe ihre Blutversorgung für ganz OWL hier eingerichtet und immer mehr stelle sich heraus, dass die ärztliche Versorgung nicht unter der Schließung des Klinikstandortes gelitten habe.
Im Übrigen seien auch die beiden Kliniken in Lemgo und Detmold auf bestem Wege, sich zukunftsorientiert aufzustellen. Für riesige Bauvorhaben in diesem Bereich greife auch der Kreis selber in die eigene Tasche, um wichtige Maßnahmen vorzufinanzieren, stellte Landrat Heuwinkel klar.